Was kostet ein Hund?

Einen Hund zum Freund zu haben ist eine wunderbare Sache. Man hat einen Partner fürs Leben, der mit uns durch Dick und Dünn geht, der keine Fragen stellt und uns so nimmt wie wir sind. Diese Freundschaft hat aber auch ihren Preis. Während der Anschaffungspreis eines Rassehundes, wenn man diesen bei einem seriösen, verantwortungsbewussten Züchter kauft zwischen 800,- bis 2500,- Euro liegt, ist das wohl noch das geringste Übel. Eine Grundausstattung wie Leine, Halsband oder Geschirr, Körbchen, Decken, Futternäpfe usw., Pflegeartikel wie Bürste und Kamm sind ein Muss.

Unsere vierbeinigen Lieblinge können bis zu 15 Jahren alt werden, in dieser Zeit muss die Grundausstattung natürlich immer wieder mal erneuert werden.

Einige Hunderassen brauchen spezielle Pflege, sie müssen regelmäßig geschoren bzw. getrimmt werden, was auf Dauer sehr Kostspielig ist. Langhaarige Hunde brauchen intensive Fellpflege, die zudem sehr zeitaufwändig ist.

Wenn Ihr einen Hundewelpen bzw. einen Junghund habt, kommen meist noch Kosten für neue Schuhe, Teppiche, Stühle usw., die der kleine Racker in seinem Spieltrieb zerstört hat, dazu. Die Futterkosten, je nach Größe Eures Hundes und der Qualität der Hundenahrung, können zwischen 30,- und 150,- Euro liegen. Aber auch Leckerlies haben ihren Preis.

Bei empfindlichen Hunden brauchet Ihr eventuell Spezialfutter und Zusatzpräparate, wie Vitamine, Mineralstoffe etc. die nicht unerheblich ins Gewicht fallen.

Außer der jährlichen Routineuntersuchung beim Tierarzt sowie Impfungen, solltet Ihr auch daran denken, dass Euer vierbeiniger Freund einmal krank werden kann. Je nach Krankheit können hier sehr schnell hunderte bis tausende von Euro zusammenkommen. Eine Kastration bzw. Sterilisation um eventuellen, unerwünschten Nachwuchs zu vermeiden, kostet Geld. Es gibt zwar Krankenversicherungen für Hunde, die je nach Leistungen preislich variieren, aber wiederum Ihr Konto belasten.

Als verantwortungsbewusster Hundebesitzer meldet Ihr Euren Hund natürlich bei der Gemeinde an. Die Hundesteuer kann von Gemeinde oder Kommune, und Rasse zu Rasse unterschiedlich ausfallen. In manchen Gemeinden wird einem die Hundesteuer, für einen Hund aus dem Tierheim, für ein Jahr erlassen.

Für eventuelle Schäden die Eure Fellnase anrichtet, z.B. das zerstören fremden Eigentums, oder schlimmsten falls einen Unfall verursacht, ist eine Haftpflichtversicherung unerlässlich.

Auch der Besuch einer Hundeschule kann den Geldbeutel sehr strapazieren.

Bei Fahrten mit dem Auto solltet Ihr natürlich an den sicheren Transport Eures Vierbeiners denken. Vielleicht benötigt Ihr sogar ein größeres Auto, denn Hunde brauchen ihren eigenen Platz. Das bedeutet entweder eine stabile Box im Kofferraum oder angeschnallt auf der Rückbank. Den Hund ungesichert mitzunehmen, oder sogar auf den Schoß zu halten ist verboten, und kann fatale Folgen haben. Selbst kleine Hunde können bei einem Auffahrunfall zu tödlichen Wurfgeschossen werden.

Bei einem Urlaub, solltet Ihr auch die Kosten für den Hund zu Eurem „Urlaubsgeld“ dazu rechnen.

Wie Ihr seht, müsst Ihr mit weitaus mehr als nur den laufenden monatlichen bzw. jährlichen Kosten rechnen, die so ein vierbeiniger Freund mit sich bringen kann. Wenn Ihr nicht bereit, oder nicht in der Lage seid dies alles für die nächsten 10 bis 15 Jahre aufzubringen und zu finanzieren, solltet Ihr lieber davon absehen sich einen Hund ins Haus zu holen.

Claudia Schechinger
zertif. HundepsychologinnTR®